Direkt vom Erzeuger! Seiten, Werbekonten und vieles mehr: Meta bietet auch im Jahr 2023 eine Vielzahl kostenloser Tools, die die Verwaltung und Steuerung von Meta-Kanälen erleichtern sollen. Welche gibt es eigentlich? Sind sie gut? Wer sollte was nutzen? Wir schaffen etwas Ordnung im Werkzeugkasten.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Der Meta-Konzern bietet aktuell drei  zwei kostenlose Tools an, die die Verwaltung und Steuerung von Meta-Kanälen ermöglichen: den Meta Business Manager, die Meta Business Suite sowie das Creator Studio.
  • Das neueste Tool ist die Meta Business Suite. Sie wird aller Wahrscheinlichkeit nach zeitnah vollends den Business Manager ablösen.
  • Unternehmen, in denen wenige Mitarbeiter eine überschaubare Anzahl an Facebookseiten oder Instagramkanälen verwalten, greifen zur Meta Business Suite

Welche Meta Tools gibt es 2023?

Update Februar 2023: Meta hat seine Ankündigung wahr gemacht und das Creator Studio deaktiviert. Wer das Tool aufrufen möchte, gelangt nun per Weiterleitung direkt zur Business Suite.

Der Meta-Konzern bietet aktuell drei Tools an, die die Verwaltung und Steuerung von Meta-Kanälen ermöglichen: den Meta Business Manager, die Meta Business Suite sowie das Creator Studio. Die drei Tools unterscheiden sich wesentlich. Nicht nur in ihrem Alter, sondern auch in Funktionalität, Zielgruppe und Umfang. Dabei sind die Möglichkeiten, die Meta Unternehmen auf einer professionellen Ebene anbietet, umfangreich. Aber es gibt auch Schattenseiten: unterschiedliche Benutzeroberflächen, Funktionsumfänge, aber auch funktionelle Sackgassen. Was die kostenlosen Tools von Meta eint: Sie sollen das Social Media-Management erleichtern und das tun sie – auf unterschiedliche Weisen.

Warum die Tools wichtig sind

Neben einer Arbeitserleichterung bieten Meta Business Manager, Meta Business Suite sowie Creator Studio vor allem eines: Sicherheit. Denn Meta hält gerne die Karten in der eigenen Hand. Werkzeuge von Drittanbietern sieht der kalifornische Konzern nicht gerne. Der Argwohn Metas ist groß. Die Kanäle sollen so genutzt werden, wie durch den Anbieter konzipiert. Verstöße – oder wie es in den Richtlinien heißt: Das Umgehen von Systemen – können mit Sperrungen geahndet werden. Immerhin muss man verstehen, dass selbst bekannte Drittanbietertools wie swat.io, facelift oder Hubspot ihre Daten und Funktionen nur durch von Meta bereitgestellte Programmierschnittstellen erhalten. Dadurch behält der von Marc Zuckerberg geführte Weltkonzern die Fäden in der Hand. Ferner sind Schnittstellen (APIs) störungsanfälliger als die von Meta selbst bereitgestellten Tools. Letztlich ist die Nutzung von Tools jedoch wichtig, um die das Social Media-Management zu vereinfachen und zu professionalisieren. Meta legte 2014 dafür den Grundstein.

Der Meta Business Manager

2014 launchte Meta – damals noch ganz oldschool: Facebook – den Businessmanager. Ohne viel Tamtam rollten die US-Amerikaner die erste Version des zentralen Verwaltungstools aus. Der Business Manager war Metas erster Versuch, das Social Media-Management der konzerneigenen Kanäle in einer zentralen Oberfläche zusammenzuführen und großen Unternehmen, Agenturen oder Institutionen die Verwaltung verschiedener Meta-Produkte wie Seiten, Werbekonten oder Tracking (Assets) zu erleichtern. Die Zahl der Assets wuchs über die Jahre immer weiter an, der Funktionsumfang ebenfalls. Der Meta Business Manager richtete sich dabei von Anfang an professionelle User, was sich in einer hohen Komplexität widerspiegelte. Wichtig: Der Meta Business Manger ist zwar weiterhin verfügbar, könnte jedoch zeitnah durch die Meta Business Suite abgelöst werden. Der Mutterkonzern hält sich bereits seit Monaten mit Informationen zurück.

Vorteile

Trotz seiner Komplexität, weist der Meta Business Manager einige handfeste Vorteile auf, die auch seine designierte Nachfolgerin – die Meta Business Suite – nicht hat. Allen voran ist der Business Manager ein sehr sicheres Tool, das verschiedene Kanäle, Werbekonten und Produktkataloge auf einer Ebene zusammenfasst. Im Security Center kann (und sollte) die Zwei-Faktor-Authentifizierung eingerichtet werden. Mitarbeitenden können Rollen und verschiedene Zugriffsrechte eingeräumt und auch entzogen werden, die an Assets gebunden sind. Beispielsweise kann Mitarbeiter A Zugriff auf die Facebookseite X, die Instagramseite Y sowie das Werbekonto Z eingeräumt werden. Die Zugriffsrollen können sich in ihren Rechten unterscheiden. Beispielsweise in Administratoren- oder Mitarbeiterrechte. Die Zusammenarbeit mit anderen Agenturen wird durch die Nutzung des Meta Business Managers entscheidend vereinfacht. Diese können einfach als Partner hinzugefügt werden und deren Zugriffsrechte über den Manager geregelt werden.

Nachteile

Der Meta Business Manager ist in die Jahre gekommen. Die Benutzeroberfläche spiegelt nicht nur das, sondern auch das gewachsene Asset-Portfolio Metas wider. Viele Meta-Produkte, die nach dem Launch des Meta Business Manager – oder kurz BM – ausgerollt wurden, sind eingepflegt worden. Dadurch ist die Navigation kompliziert. Man merkt dem Tool die intendierte Zielgruppe an. Die sichere Bedienung erfordert Übung und tiefgehenderes Verständnis der Materie. Zu allem Überfluss gibt es den BM in verschiedenen Versionen. Auf welche man Zugriff hat, lässt sich nicht beeinflussen. Dennoch: Wenn man sich die Zeit nimmt, ist der Business Manager ein mächtiges Tool, das gemessen an seinem Funktionsumfang seinesgleichen sucht. Fraglich nur, wie lange der BM noch Bestand hat, denn vermutlich wird die Meta Business Suite den BM ablösen. Wann? Wer weiß.

Meta Business Manager: Für wen und warum wichtig?

Der Meta Business Manager ist nach wie vor eine wichtige Instanz für Unternehmen, in denen viele Mitarbeitende mit der Verwaltung von einem oder mehreren Meta-Kanälen oder unterschiedlichen Assets betraut sind. Für Werbeagenturen, die Social Media-Management, Paid-Kampagnen oder weitere Social Media-Dienstleistungen im Kundenauftrag anbieten, ist der Meta Business Manager weiterhin ein Muss. Für kleinere Unternehmen, die beispielsweise nur unternehmenseigene Assets pflegen und betreuen, reicht in vielen Fällen die Meta Business Suite aus.

Die Meta Business Suite

Wenn der Meta Business Manager die graue Eminenz im Meta-Kosmos darstellt, ist die Business Suite der aufstrebende Thronfolger. Die Business Suite wurde im Herbst 2021 eingeführt und wird vermutlich den betagten Business Manager ablösen. Anders als der BM verfügt die Business Suite über eine eigene Companion-App zusätzlich zur Desktopoberfläche. In der Praxis ist die Arbeit mit der Business Suite auf einem Desktop PC jedoch wesentlich leichter. Hier spielt sie ihre Stärken im Bereich Contentplanung und User-Engagement voll aus. Denn auch die Meta Business Suite vereint Facebookseiten, Instagram Konten an einem zentralen Ort und erleichtern deren Verwaltung enorm.

Vorteile

Die Business Suite ermöglicht die Planung und Veröffentlichung von Content, ohne dass man sich anderer Hilfsmittel bedienen muss. Post und Videos lassen sich plattformübergreifend aussteuern. Reels und Stories ebenfalls. Bei Letzteren sind die Möglichkeiten aber (noch) eingeschränkt und wenig praktikabel. Ein weiterer Vorteil: das zentrale Postfach. Hier findet man Nachrichten über den Facebook Messenger, Instagram Direct Messages, Facebook-Kommentare und Instagram-Kommentare in einer Oberfläche. Ein weiteres Plus ist der Commerce Manager, über den Shops eingerichtet, gepflegt oder Produktkataloge erstellt werden können.

Nachteile

Während die Business Suite im Vergleich zum Businessmanager eine wirkliche Erleichterung im Content- und Community-Management darstellt, hat deren Nutzung auch Nachteile. Der Rollout der Business Suite geschah beinahe zeitgleich mit der Umstellung auf das neue Facebook-Seitenlayout. Wichtige Insights wurden überarbeitet und sind nicht mehr so umfangreich wie früher. Den neu aufbereiteten Daten fehlt die Genauigkeit und obwohl man Kennzahlen wie Impressionen, Engagement oder Reichweite nun an einem zentralen Ort findet, ist die Darstellung gamifiziert. Ein klarer Nachteil: der Security Center des Business Managers hat es nicht in das Portfolio des designierten Nachfolgers geschafft. Der wichtige Werbeanzeigenmanager ist durch eine Oberfläche ersetzt, die dem verrenteten Ads Center ähnelt. Der Funktionsumfang ist sehr gering und für strukturierte Social Media-Kampagnen nur begrenzt nutzbar. Hier sei gesagt, dass die Business Suite bis auf wenige Bereiche denselben Umfang wie der Business Manager aufweist. Jedoch sind die Links versteckt.

Meta Business Suite: Für wen und warum wichtig?

Für kleinere Unternehmen mit einer überschaubaren Anzahl an Assets ist die Business Suite prinzipiell die richtige Wahl. Gerade im Community- und Content Management ist das Meta-eigene Tool unschlagbar und wartet mit sinnvollen Features auf. Doch gerade im Paid Social schwächelt das jüngste Tool Metas noch gewaltig. Kampagnen-Management, Zielgruppen, Events-Tracking, Conversion API oder Facebook Pixel-Verwaltung gehen mit dem Business Manager einfacher von der Hand. Vermutlich wird sich aber in Zukunft die Frage, wann man zum Meta Business Manager und wann zur Meta Business Suite greifen sollte, nicht mehr stellen. Meta hat bereits angekündigt, dass die Suite weiterentwickelt werden wird. Der Manager wird dem Vernehmen nach eingestellt werden. Aber: Meta lässt sich nicht in die Karten schauen und selbst wenn das Aus für ein Tool offen kommuniziert wird, heißt es nicht, dass die Abschaltung auch vollzogen wird. So jüngst geschehen beim Creator Studio.

Das Creator Studio

Das Creator Studio ist das dritte Meta Tool und sollte eigentlich gar nicht mehr da sein. Das 2018 veröffentlichte Tool wurde Mitte 2022 angezählt, phasenweise deaktiviert und nun reaktiviert. Das Creator Studio war vor dem Launch der Business Suite das einzige native Meta-Tool, mit dem Facebook und Instagram-Kanäle verbunden und Content veröffentlicht werden konnte. Das Creator Studio richtet(e) sich vorrangig an Content Creatoren. Die kamen zeitweise sogar in den Genuss einer eigenen App, die aber deaktiviert wurde. Kurius: Das Studio ist aktuell das einzige Tool, das Monetarisierungsoptionen bereithält und über eine eigene Musikbibliothek verfügt. Das war es dann auch schon. Die Benutzeroberfläche wirkt mitunter angestaubter als der Business Manager und die Insights konzentrieren sich auf Videocontent. Der klare Fokus auf Content bedeutet, dass das Creator Studio hier stark ist. In der eigentlich Verwaltung von Seiten und Kanälen hingegen überhaupt nicht.

Vorteile

Wirkliche Vorteile hat das Creator Studio gegenüber Business Manager und Suite nicht. Wer Creator ist und an seinem Content verdienen möchte, nutzt die Monetarisierungsoptionen des Studios. Alle anderen sind mit Manager oder Suite besser beraten. Eine Sache macht das Creator Studio dennoch erwähnenswert: Es ist im Content-Management störungsfreier als die Meta Business Suite. Denn während die Suite vereinzelt Probleme haben kann, geplante Beiträge zu veröffentlichen oder diese richtig auszusteuern, ist das Creator Studio in dieser Disziplin fehlerarmer. Das Setzen von Verlinkungen ist ebenfalls konsistenter.

Nachteile

Der magere Umfang! Das Creator Studio ist gut bei der Planung und Veröffentlichung von Beiträgen. Das war es dann aber auch. Funktionen zum Verwalten von Kanälen, Paid Social oder anderen Dingen sucht man vergebens.

Creator Studio: Für wen und warum wichtig?

Der einzige Grund im Jahr 2023 noch auf das Studio zurückzugreifen ist, dass man tatsächlich ein Creator ist und seinen Content monetarisieren möchte.

Welches Meta Tool nutzen?

Agenturen, große Unternehmen mit mehreren Meta Assets oder Unternehmen, die Paid Social Media-Kampagnen als Online Marketing-Kanal nutzen, sind mit dem Meta Business Manager weiterhin gut beraten, sollten sich aber auf einen vermutlich baldigen Wechsel zur Business Suite einstellen. Die Business Suite wird weiterentwickelt und an Funktionalität gewinnen. Schon heute ist die Suite das beste, kostenfreie Tool zur Verwaltung von Facebook- und Instagramseiten. Das wiederauferstandene Creator Studio hingegen führt weiterhin ein Schattendasein. Auch dessen Zukunft ist ungewiss.

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